Helme zum Sport – unverzichtbarer Partner
Der Sporthelm hat eine blutige Vorgeschichte. Schon seit Jahrtausenden schützen Soldaten durch Helme ihre Köpfe (und Hälse) vor Geschossen und der Einwirkung von Schlagwaffen. Als die Olympischen Spiele der Antike begannen, waren die Helme anfangs verpönnt, obwohl auch Fechten und der Faustkampf zu den ursprünglichen Disziplinen gehörten. Doch in den Spielen des Friedens, die fast ausnahmslos von Soldaten bestritten worden, kam es immer wieder zu schweren und teilweise tödlichen Verletzungen, weshalb die Veranstalter erlaubten, die Helme auch zum Sport zu tragen. Seit dieser Zeit sind die Helme nicht nur militärischer Schutz, sondern auch eine Sicherheitsvorkehrung beim Sport – doch sie haben sich entwickelt.
Die Helme zum Sport in heutiger Zeit
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren die Helme den Sportlern lästig. Sie waren schwer und behinderten Sicht ebenso wie Bewegungsfreiheit. Doch die technische Entwicklung veränderte das Bild. Helme wurden leichter, gestatten mehr Bewegungsfreiheit, schützen dabei den Kopf jedoch effektiver. Je nach Sportart beinhalten die Helme zudem weitere Charakteristika: Kajakhelme sind beispielsweise nicht Wasser-empfindlich, während Boxerhelme sowohl innen als auch außen gepolstert sind, um die Schlagwirkung effektiv abzufedern. Es war der Radsport, der entdeckte, dass Helme nicht nur dem Schutz ihrer Träger dienen müssen, sondern auch eine weitere Funktion wahrnehmen können: Sie unterstützen den Sportler bei der Ausübung ihres Sport: So sind die Zeitfahrhelme aerodynamisch geformt, um einen optimalen Luftstrom zu gewährleisten, was dem Fahrer dabei hilft, ein möglichst hohes Tempo zu erreichen.
Die Zukunft der Sporthelme
Künftig wird wohl dieser Zweiklang aus Schutz für den Sportler und Unterstützung beim Sport weitergeführt werden, für den der Radsport Pionierarbeit leistete. Dies geht natürlich nicht bei jeder Sportart: Die Helme von Boxern müssen primär schützen, bisher können sie nicht unterstützend wirken. Auf der anderen Seite tragen Formel 1-Piloten bereits heute Helme, die einen bessere Belüftung des Kopfes ermöglichen und auf diese Weise helfen. Die großen Neuerungen werden sich auch im Amateursport durchsetzen. So entwickelt sich der Sporthelm vom ungeliebten Mittel zum Zweck zum unverzichtbaren Partner.
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